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Osnabrück

Widerstand gegen Westumgehung

(28.01.13, 08:52 Uhr) ---------Pressemitteilung----------------

Osnabrück. Der Widerstand gegen die geplante Westumgehung wächst. Die Gegner monieren drastische Einschnitte in die Natur, die Zerstörung eines bei allen Osnabrückern beliebten Naherholungsgebiets und eine ebenso unrealistische wie schönfärberische Kostenplanung.

Darin sind sich die Vorstände der Bürgerinitiative zum Erhalt und zur Pflege des westlichen Naherholungsgebietes Osnabrücks e.V. (BEPO) und des Bürgervereins Nord-West mit weiteren Kritikern der geplanten Westumgehung einig. Gemeinsam haben sie nun ihr Vorgehen bis zur voraussichtlich im Herbst stattfindenden Bürgerbefragung abgestimmt. Dabei setzen beide Organisationen auf eine enge Abstimmung mit den im Rat vertretenen Parteien, die die Westumgehung ablehnen, sowie mit verschiedenen Umwelt- und Verkehrsverbänden.

Kritik äußern die Gegner der Westumgehung insbesondere daran, dass ein wichtiges Naherholungsgebiet und einer der „grünen Finger“ der Stadt zerschnitten und damit zerstört werden sollen. Statt auf intelligente und moderne Verkehrsplanung zu setzen, betreiben der Oberbürgermeister und die Ratsfraktionen von CDU und SPD eine „Planung wie in den 1960er und 1970er Jahren: Autos hinein in die Stadt.“ Eine Westumgehung werde Autos anlocken, die bislang nicht durch Osnabrück fahren. Dieser Effekt würde sich noch verstärken, sobald die Westumgehung auch in Navigationsgeräten umgesetzt worden sei.

Die Folge wäre erheblich mehr Verkehr, eine stärkere Umweltbelastung und eine deutlich höhere Lärmbelästigung für die Anwohner der neuen Trasse. Letztendlich würde nur eine kleine Anzahl von Bürgerinnen und Bürgern der Stadt vom Verkehr entlastet, während eine viel größere Anzahl von Menschen belastet würde. Und das für viele Millionen Euro. „Dieses Vorgehen ist irrsinnig“, so der Vorsitzende der BEPO, Andreas Kühn.

Auch die bisherige Kostenplanung der Verwaltung für die geplante Straße stellen BEPO und Bürgerverein Nord-West in Frage. Die derzeit seitens der Stadt genannte Bausumme von 9,9 Millionen Euro erinnert laut Kühn „an eine Preispolitik im Schlussverkauf“. Denn die tatsächlichen Kosten würden vermutlich deutlich im zweistelligen Millionenbereich liegen.


Dies, so die Westumgehungsgegner, solle offensichtlich dazu dienen, den Osnabrücker Bürgerinnen und Bürgern die Straße möglichst preisgünstig zu „verkaufen“. Aktuelle Großprojekte wie die Hamburger Elbphilharmonie, der Flughafen Berlin-Brandenburg und andere öffentlich ausgeschriebene Bauvorhaben zeigen jedoch, wohin sich solche Planungen später bewegen. Klar sei jedenfalls schon jetzt, dass die vielen Millionen Euro für die Westumgehung bei dringend notwendigen Projekten wie der Sanierung von Schulen und der Finanzierung von sozialen Einrichtungen in der Stadt fehlen werden.

Wer sich informieren und vielleicht sogar am Widerstand gegen dieses Projekt beteiligen will, ist herzlich zur Infoveranstaltung der Bürgerinitiative BEPO am Dienstag, 29. Januar 2013 um 19:00 Uhr im Parkhotel eingeladen.

Kommentare

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29.01.13, 15:16 Uhr

Baut jetzt endlich mal diese scheiß behinderte Autobahn
und faselt nicht so einen bullschitt
BAUEN!!!!!!!!!!


     
     
    Gelöschter User
    Gelöschter User
    01.02.13, 08:11 Uhr

    Klar, wenn du die Scheiße bezahlst! Und weil es so schön ist legen wir die strasse mitten durch dein Schlafzimmer. Obwohl ich da dann doch nen Problem mit hätte weil sie dann ja auch vor meiner Haustür lang verlaufen würde.

       
       
      Profil
      01.02.13, 08:20 Uhr

      ich wohne im widukindland fast daneben ich habe da kein problem mit


         
         
        Profil
        06.02.13, 00:20 Uhr

        Als Außenstehnder würde ich jetzt den Nutzenfaktor vom Bau der Westumgehung abschätzen. Könnte sie vielleicht Arbeitsplätze schaffen im dem sich Firmen dort ansiedeln um dann auch Steuern zu zaheln damit die Stadt mehr Einnahmen hat?
        Oder ist es doch sinnvoller andere Projekte zu finanzieren wie z.B. die Sanierung von den Schulen.
        Ich klammer bewusst das Naherholungsgebiet aus weil ich es nicht kenne. Wenn die Umgehung gebaut wird, dann würde es wegfallen oder teuer umgebaut werden.
        Und zu den Kosten der Straße zu kommen würde ich jemanden Fragen, der die Kosten unabhängig einschätzt. Z.B. von der politischen Opposition. Die leiten so was gerne in die Wege.

        Aus meiner Bauchentscheidung würde ich mich gegen den Bau der Umgehung entscheiden, da ich jetzt nicht den großen Nutzen in der Umgehungsstraße sehe und ich soziale Prokekte beforzuge.

           
           
          Profil
          15.02.13, 17:47 Uhr

          ist nett


          Wissen ist Macht

             
             
            Profil
            17.02.13, 17:39 Uhr

            Die Natur brauch auch noch etwas platz zum leben!!


            ... weil auch etwas das nicht perfekt ist, wunderschön sein kann...

               
               
              Gelöschter User
              Gelöschter User
              17.02.13, 18:25 Uhr

               

              Die Natur brauch auch noch etwas platz zum leben!!

                 
                 
                Profil
                18.02.13, 16:30 Uhr

                scheise


                I LOVE YOU

                   
                   
                  Profil
                  19.02.13, 12:00 Uhr

                   

                  Die Natur brauch auch noch etwas platz zum leben!!



                  Blumen


                  Trümmerkind (Mechtild Bormann) 84 / 301 Seiten
                  Risiko (Steffen Kopetzky) 111 / 733 Seiten

                     
                     
                    Profil
                    19.02.13, 13:50 Uhr

                    fast jeder euro der eventuell zuviel bezahlt wird weil das dingen entwas teurer wird landet in unsere wirtschaft. das material muss hergestellt werden die leute wollen bezahlt werden usw... ich zahle lieber für bauprojekte meine steuern da weiß ich wenigstens wo für als das geld flöten gehen zu sehen für bankenrettungen wo sich doch nur einige wenige die taschen füllen. das ist nur eine allgmeine haltung und bezioeht sich nicht nur auf den bau dieser westumgehung.


                    Unmöglich sind nur Dinge, denen sich man verschließt