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Osnabrück
VfL-Coach Wollitz wünscht mehr Anfeuerung – „…sonst frisst es den Verein auf“
(16.02.12, 09:54 Uhr) ab Osnabrück. Es war ein kleiner Sieg, kein großer – aber er könnte Initialzündung haben. Drei Punkte brachte der verdiente 2:0-Erfolg über SV Wehen-Wiesbaden sowieso ein, es gibt wenig nachzukarten, aber einiges zu verbessern. Damit sollen die Fußballer des VfL Osnabrück nach Ansicht ihres Trainers Claus-Dieter Wollitz am besten schon am Freitag (19 Uhr) beginnen, wenn gegen den 1. FC Saarbrücken das dritte Heimspiel innerhalb von elf Tagen ansteht.

Wollitz hatte sich während der Pressekonferenz nach der Wehen-Partie auch über die Atmosphäre in der Osnatel-Arena geäußert, noch am Tag nach dem Spiel sprach er von einer „eigenartigen Stimmung“. Tatsächlich gelang es dem Team über weite Strecken nicht, alle Zuschauerbereiche mit ins Boot zu holen.
„Um nicht falsch verstanden zu werden: In der Bringschuld steht zunächst die Mannschaft. Natürlich habe ich Verständnis, dass es bei einigen Fans eine Enttäuschung wegen des Abstiegs und auch wegen des bisherigen Saisonverlaufs gibt. Aber wir müssen jetzt nach vorn schauen, sonst frisst es den Verein auf“, fand Wollitz drastische Worte. Gleichzeitig hofft er, dass die Unterstützung von den Rängen gegen Saarbrücken auf einer breiteren Basis stehen wird: „VfL-Freitagspiele unter Flutlicht haben ja eine gewisse Tradition.“
Für Wehens Trainer Gino Lettieri war der Auftritt in Osnabrück sein letzter als Trainer des ambitionierten Klubs: Am Mittwoch wurde der 45-Jährige, der nach der Partie ein langes und freundschaftliches Gespräch mit Wollitz führte, zusammen mit seinem Kotrainer Miloslav Janovsky entlassen.
Die Vorbereitungen (am Mittwoch ohne den grippekranken Elias Kachunga) auf das Match gegen den mit vier Punkten mehr ausgestatteten Tabellenfünften werden weitgehend im regenerativen Bereich verlaufen. Allerdings will Wollitz weiter daran arbeiten, dass seine Mannschaft in der Lage ist, das Spiel effektiver zu verlagern. „Ich sehe bei einigen Spielern noch zu oft den Tunnelblick. Das heißt: Sie sind zu sehr mit sich und ihrer Situation beschäftigt, beispielsweise bei einem Angriff über die Außenpositionen. Mit etwas mehr Übersicht und einen Pass ins Zentrum wäre es häufig einfacher, die Räume zu nutzen“, erklärte der 46-jährige Fußballlehrer.
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Foto: Helmut Kemme






