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Galerie des Kunstvereins

Galerie des Kunstvereins

Galerie des Kunstvereins

Spezial
Klosterwall 23
20095 Hamburg

    Events für Galerie des Kunstvereins

    Beschreibung

    Geschichte im Kunstverein


    1817 David Christopher Mettlerkamp (Obertleutnant und Bleideckermeister, Hersteller von Blitzableitern). In seinem Wohnhaus "An den langen Mühren 37" wöchentlich Konversationsabende, vorerst nur im Winter. 19 Gründungsmitglieder, alle kennen sich aus den Napoleonischen Kriegen und sind Mitglieder der Patriotischen Gesellschaft. 1822 Gründungsmitglieder: David Christopher Mettlerkamp, Georg Christian Harzen (Kunsthändler), Karl Sieveking (Syndicus), Nicolaus Heinrich Julius (Mediziner), Carl Friedrich August Hartmann (Redakteur), Carl Ludwig Wimmell (Stadtbau-meister), Joachim und Heinrich Hertierich (erste Lithoanstalt Hamburgs), Johann Michael Speckter (Senator), Joachim Nicolaus Schaffshausen (Konditor), Christian Wilhelm Lüdert (Versicherungsmakler), Nicolaus Hudtwalcker, Aardt de Beurs Stiermanns und A.P.Beurs (alle Privatiers), Johann Georg Rist (Diplomat), August Abendroth (Jurist), Adolph Halle (Jurist), Carl von Graffen (Jurist), Otto Christian Gaedechens (Kauf-mann), Johann Christian Balthasar Langhenie (Kaufmann), Philipp Ludwig Möglich (Sänger und Maler), Johann Martin Lappenberg (Historiker), Franz Wolfgang Ulrich, Alexis de Chateauneuf, Jacob Heinrich Ludolff (alle Architekten), J.M. Commeter (Kunsthändler), Herr von Berger (Obrist), Siegfried Bendixen, Gerdt Hardorff, Leo Lehmann (alle Künstler). Umzug in die Kunsthandlung Harzen, Johanisstraße 48. Georg Ernst Harzen übernimmt die Geschäfte. Erste Verfassung: "§ 1 Der Zweck des Kunstvereins ist die mehrteilige Mittheilung über bildende Kunst." Mitgliederbeschränkung auf 50. 1824 Siegfried Bendixen schlägt eine Ausstellung vor, die 1826 realisiert wird unter dem Eindruck der bedrückenden Konkurrenz des ebenfalls 1826 gegründeten "Gemälde-Verlosungs-Vereins". (Mitglieder sind Auktionäre des Vereins, Bilderlotterie reguliert den Erwerb von Kunstwerken.) Erste Ausstellung: ausgestellt werden "vaterländische Künstler" im von Chateauneuf erbauten Haus Ecke ABC-Straße / Fuhlenwiete (Asher, Morgenstern, Bendixen, Faber, Milde (alle Hamburg), Johan Christian Dahl (Dresden), Friedrich Georg Kersting (Meißen), Ludwig Strack (Oldenburg) und Caspar David Friedrich mit seinen Bildern "Huttens Grab", "Ansicht des Eismeeres". 1836 mangels einer Gemäldesammlung Entschluß zum Ankauf älterer Kunst. Laufende Vergrößerung durch Schenkungen (Sammlung Hartwig Hesse, von Harzen, Commeter, Hudtwalcker), darunter Philipp Otto Runges "Hülsenbecksche Kinder". 1848 Endgültige Zusammenlegung mit dem Verlosungsverein. Neuer Name: Kunstverein in Hamburg. 467 Mitglieder, davon 30 Frauen. Neue Satzung, Einfluss der bürgerlichen Revolution: jeder kann Mitglied werden, Mitgliedsbeitrag, Deliberations- (Rats-) Versammlung, die Entschlüsse fasst. 1849 erster Vorsitzender des Kunstvereins (für die nächsten 22 Jahre Professor für klassische Philologie am Akademischen Gymnasium, Herr Christian Petersen. 1850 Eröffnung der städtischen Galerie in den Neuen Börsenarkaden. 1852 neben der städtischen Gale-rie Einrichtung der "Permanenten" (Verkaufsausstellung, Typ bis Ende des 19. Jahrhunderts.). Lesezimmer, Zeitschriften-sammlung bildet später Grundstock für Kunstbibliothek, die zusammen mit Kupferstichsammlung 1891 geschenkt wird. 1868 Gründung der Kunsthalle. 1873 Erste Einzelausstellung: Peter Cornelius. 1874 Herausragender Ausstellungserfolg einer Wanderausstellung, 30.000 Besucher, 10.000 Thaler Erlös. 1884 1. Geschäftsführer, Beginn der Professionalisierung. 1896 Adolph Menzel. 1897 Ausstellung Künstlervereinigung Worpswede mit Fritz Mackensen, Otto Modersohn, Heinrich Vogeler, u.a.. 1898 Arnold Böcklin, Giovanni Segantini, Hans Thoma. 1899 Bezug der Ausstellungsräume Neuer Wall 14, Kunstwerke zusammen mit Kunstgewerbesammlung präsentiert. Geschäftsführer ab 1912 Theodor Brodersen. In der Weimarer Republik: Kunstverein mit einem der Moderne verpflichteten Programm, koordiniertes Ausstellungs- und Veranstaltungs-programm (z.B. mit den Hamburger Kammerspielen). 1922 Kunstverein in den Kabinetten des Neubaus; zentrale Forde-rung: eigenständiges Ausstellungsgebäude. Wegen Wirtschafts-krise Fortbestand des Kunstvereins nur möglich durch persönliches Engagement namhafter Kunstfreunde (Max Albrecht, Otto Blumenfeld, R. Johannes Meyer, Friedrich Ahlers - Hestermann, Fritz Schuhmacher, Aby Warburg). Geschäftsführer ab 1930 Hildebrand Gurlitt. Umbau der Neuen Rabenstraße 25 durch Karl Schneider, Eröffnungsausstellung "Kunst der letzten 30 Jahre aus Hamburg" (Schwerpunkt Brücke). Jährliche Ausstellungen der Hamburger Sezession (1919 gegründet). 1933 Polizeiliche Schließung der 11. Ausstellung der Hamburger Sezession. Auswechslung des Vorstands, Nationalisierung und Gleichschaltung des Ausstellungsprogramms, Aufhebung der Autonomie, Einschränkung des Geschäftsbereiches und stagnierende Mitgliederzahl provozieren finanzielle Krise. 1936 Schließung der Ausstellung "Malerei und Plastik in Deutschland 1936". (Ernst Barlach, Max Beckmann, Otto Dix, Lyonel Feininger, Hermann Glöckner, Erich Heckel, Alexey von Jawlensky, Ernst Ludwig Kirchner, Edvard Munch, Ernst Wilhelm Nay, Emil Nolde, Oskar Schlemmer, Karl Schmidt-Rottluff, Heinrich Stegemann). Viele der teilnehmenden Künstler später verfolgt. 1937 Zwangsversteigerung der Neuen Rabenstraße. Kunstverein wieder in den Räumen der Kunsthalle. 1944 Zwangsweise Schließung des Kunstvereins, Luftkrieg. 1945 Neukonstitution, Einsetzung der vor 1933 gültigen Satzung. 471 Mitglieder, kein Ausstellungsraum, Konten gesperrt. 1946 Wiederaufnahme des Ausstellungsbetriebs in der Kunsthalle. Toleranz als Ausstellungsprogramm (verfolgte Künstler). Neu-etablierung, gleichzeitige Vernachlässigung zeitgenössischer Kunst (z.B. deutsches Informel) entsprechend Konservati-vismus der Adenauerzeit. Stattdessen Ausstellung renommierter Künstler (internationale, klassische Avantgarde, Picasso, Bacon, Tapies, Matisse und viele Retrospektiven deutscher Expressionisten. 1963 Neubau am Ferdinandstor. Erstes selbstständiges, öffentliches Vereinsgebäude, Eröffnungsaus-stellung mit "Cézanne, Gaugin, van Gogh, Seurat". Erster künstlerischer Leiter Hans Platte. 1972 de la Motte, Blinki Palermo. 1973 Uwe M. Schneede künstlerischer Leiter, reagiert mit neuem Ausstellungsprogramm auf die erneute Politisierung der Kunst. Die Idee: den Kunstverein als Vermittler zwischen Kunst und Öffentlichkeit etablieren. 1974 "Aspekte engagierter Kunst". 1975 Willi Sitte, DDR Kunst, Hamburger Kunstwochen (gezeigt werden nicht etablierte Hamburger Künstler). 1979 Wiederholung der Kunstwochen. Gründung der AG bildende Kunst (Künstler, Kunstinitiativen und -institutionen, Galerien bilden eine Arbeitsgruppe, da der kulturpolitische Etat immer geringer wird. Ausstellung "Eremit? Forscher? Sozialarbeiter? Das veränderte Selbstverständnis von Künstlern". 1980 Beziehen anderer Räumlichkeiten 1981 14-Punkte-Programm der AG, Durchsetzung von Arbeitsstipendien für Künstler. 1982 "Zeitgleich, DDR-BRD". Woche der bildenden Kunst. 1983 "Künstlerräume". 1984 "Kunst-landschaft BRD" (eine Ausstellungsreihe, die mit 48 Kunstvereinen initiiert wurde). 1985 Karl-Egon Vester (Künstler und Kunsthistoriker) wird Direktor. 1986 "Andy Warhol". 1988 Vester verstirbt. Neuer Direktor Jürgen Freiherr von Schweinebraden. 1991 "Robert Longo". "Kunst in Europa". Stephan Schmidt-Wulffen wird Direktor. Freilegung der Arbeit von Blinki Palermo von 1972. Umzug in die Deichtorhallen wegen Abriss des Kunstvereinsgebäudes am Ferdinandstor, Erweiterung der Kunsthalle. Temporäre Büros in der Repsoldstraße. 1992 "Gegendarstellung: Ethik und Ästhetik im Zeitalter von Aids". General Idea "fin de siècle". 1993 Umzug in die Admiralitätsstraße. "Andreas Schulze". "Jon Kessler". Erneuter Umzug, Ende der Interimsräumlichkeiten, Eröffnung des jetzigen Kunstvereinsgebäudes am Klosterwall mit der Ausstellung "Backstage": Das gesamte Haus, inklusive der Büros und Lagerstätten wird bespielt. 1995 Philippe Parreno, Studiemprogramm in Verbindung mit der Hochschule für bildende Künste, Hamburg. Paul Mc Carthy/Mike Kelley. 1996 Hans Arp/Franz West. 1997 Archigram. 1998-1999 fast forward. 2000 Ich-Maschine, Oktober: Kunstverein geht Online. 2001 ab Januar neuer Direktor Yilmaz Dziewior.

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